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Der
Standard, 8. Jänner 2009
"Langer Gaskonflikt wäre ökonomischer Selbstmord für Russland"
Experte Vasily Astrov im Gespräch mit Hans Rauscher über die
Hintergründe der Gaskrise
Interview
(3GP-Format) |
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"Es handelt
sich weitgehend um ein geostrategisches Spiel zwischen Russland
und der Ukraine", meint Vasily Astrov vom Institut für Internationale
Wirtschaftsvergleiche in Wien im Gespräch mit Hans Rauscher
zum gegenwärtigen Gaskonflikt. Beide Seiten würden derzeit versuchen,
den jeweiligen Gegner vor den Augen der Europäer in ein schlechtes
Licht zu rücken. Russland wolle dadurch die Pipeline-Projekte
North- oder Southstream fördern, die die Ukraine umgehen. Die
Abhängigkeit der EU von Russlands Gas würde durch beide Projekte
jedoch nicht verringert werden, sondern sogar steigen, so Astrov.
Ein möglicher Ausweg wäre das Pipeline-Projekt "Nabucco", das
Gas unter anderem aus dem Iran nach Europa bringen soll. Neben
dem politischen Unsicherheitsfaktor Iran gibt es hier vor allem
auch noch das Problem genügend Gas dafür zu finden. Astrov rechnet
mit keinem langen Gaskonflikt zwischen der EU und Russland,
denn "ökonomisch betrachtet, wäre es für Russland ein Selbstmord",
wenn die Gaskrise länger andauern würde und die EU als größter
und zahlungskräftigster Gaskunde ausbleiben würde.
© derStandard.at |
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